Wie verändert man etwas, ohne alles auf den Kopf zu stellen? Oft sind es nicht die großen radikalen Entscheidungen, sondern kleine Schritte, neue Gewohnheiten und mutige Experimente, die langfristig den Unterschied machen.
In den vergangenen zehn Jahren habe ich vieles ausprobiert: eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungstrainerin gemacht, meine Ernährung umgestellt, mehr Zeit in der Natur verbracht, fotografische Projekte umgesetzt, an internationalen Fotowettbewerben teilgenommen und kreative Arbeitsprozesse vereinfacht.
Vielleicht findest du darin auch Inspiration für deine eigenen Projekte, Routinen oder den Mut, etwas Neues auszuprobieren.
Darum geht's in diesem Beitrag:
- Ich habe mich an eine neue Ausbildung gewagt
- Statt snacken: Ich koche nun fast täglich
- Ich bin jetzt noch öfter in der Natur
- Ich habe Fotos erstmals öffentlich ausgestellt
- Ich nehme an Fotowettbewerben teil
- Ich habe Kooperationen und Projekte abgewickelt
-
Ich habe Kreativprozesse vereinfacht
- Fazit: Frau schafft mehr als sie glaubt
1. Ich habe mich an eine neue Ausbildung gewagt
In einer Sommernacht meldete ich mich um 22 Uhr (2 Stunden bevor der Frühbucherpreis auslief) spontan für einen Lehrgang an: Den Online-Lehrgang zur diplomierten ganzheitlichen Ernährungstrainerin (GET).
Ich hatte schon lange damit geliebäugelt, aber den Lehrgang immer wieder vor mich hergeschoben. Und dann kam es, dass ich zuerst monatelang Lehrinhalte aufsog und zwischen April und September erstmals an einer Diplomarbeit schrieb. Mein Arbeitgeber gewährte mir für vier Monate Bildungsteilzeit, das hat mir das Ganze etwas erleichtert.
Ob ich mit der Ausbildung jemals etwas anfange, weiß ich nicht. Ich habe sie in erster Linie einfach für mich gemacht und wollte einmal alles über Ernährung und Gesundheit lernen. Die Themen haben mich nämlich seit jeher interessiert und ergänzen auch meine Liebe zur Natur.
Besonders beschäftigt im Rahmen der Ausbildung habe ich mich mit der Wirkung von Gemüse und Früchten.
Veränderungsantrieb:
Wissen aufbauen, um eine gute gesundheitliche Zukunft für mich und andere gestalten zu können.
2. Statt snacken: Ich koche nun fast täglich
Lange vor der oben genannten Ausbildung beschloss ich: Das ewige Snacken und Jausnen muss ein Ende haben. Von morgens bis abends immer das Gleiche zu essen, meist sehr Brot- und Imbiss-lastig, hing mir zum Hals heraus. Ich sagte mir: "Einmal am Tag möchte ich eine ordentliche gekochte Mahlzeit zu mir nehmen."
Und so begann ich als Vollzeit-Angestellte regelmäßig nach Arbeitsschluss ausgewogen und ganz ohne Fertigzusätze zu kochen. Mit der Zeit ist das neue Tun ganz selbstverständlich geworden und das Kochen - das ich sonst nur am Wochenende praktizierte - wurde zur Routine. Ich kann im Zuge dessen auch herrlich entspannen und abschalten und es kommt meinem Drang nach Neuem entgegen, da ich viel ausprobiere.
Meine Maxime von Montag bis Freitag ist es, überwiegend fleischlos und mit viel Gemüse zu kochen. Dabei greife ich auf ein großes alphabetisch sortiertes Rezeptarchiv und mein Kochbuchregal zurück. Und ich bin eine Meisterin im Resteverwerten geworden.
Veränderungsantrieb:
Künftig mehr auf meine Ernährung achten.
3. Ich bin jetzt noch öfter in der Natur
On the road! Mein Partner und ich begutachteten 2024 einen Campervan und wurden zu Spontankäufern. Seither düsen wir zwischen Mai und Oktober an vielen Wochenenden in Österreich herum und zweimal pro Jahr fahren wir etwas weiter weg.
Das Leben im von der Firma Weinsberg umgebauten Lieferwagen ist auf 5,40 m Länge schon etwas herausfordernd und spartanisch - aber wir haben uns schnell daran gewöhnt. Was ich am meisten schätze: Wir sind jetzt viel öfter unterwegs, erleben neue Landstriche und bewegen uns mehr in der Natur, was meiner Vorstellung von einem vitalen Lebensstil entgegenkommt.
Mittwochs gucken wir, wie das Wetter wird und buchen uns dann von Freitagnachmittag bis Sonntag oder auch verlängert auf einem Campingplatz ein. Dann wird Rad gefahren, gewandert, geschwommen - und natürlich viel fotografiert. Letztes Jahr ging es mittels zwei Touren erstmals ins Ausland. Tour Eins führte uns nach Slowenien und Kroatien und Tour Zwei in die Schweiz, an den Comer See und nach Südtirol.
Veränderungsantrieb:
Noch mehr erleben und sehen in der Welt und aktiv sein
4. Ich habe Fotos erstmals öffentlich ausgestellt
Im April 2017 schlossen sich zwei Künstler-Freundinnen und ich zum "Trio Grande" zusammen und wir luden zur Ausstellung. Meiner ersten Ausstellung überhaupt. Als Vereinsmitglieder eines Kunstvereins konnten wir die vereinseigene Galerie dafür nutzen.
Die Vernissage in der Stadtgalerie Marchtrenk war aufregend und erfolgreich und mit vielen Besuchern und schönen Rückmeldungen zu unseren Werken gesegnet.
Aus heutiger Sicht würde ich aber vieles anders machen: einen roten Faden reinbringen, einheitliche Rahmen verwenden, ganz andere Motive zeigen und vieles mehr. Aber es war eine tolle Erfahrung und vielleicht wiederholt sich das Ganze ja noch einmal.
Webauftritte meiner beiden Künstlerkolleginnen:
Angela M. Hopf (Enkaustik im Kleinformat)
Martina Stadlmair (Contemporary Art)
Veränderungsantrieb:
Erfahrungen sammeln und in der Öffentlichkeit sichtbarer werden
5. Ich nehme an Fotowettbewerben teil
Irgendwann wollte ich es wissen und mich mit anderen messen. Ich fragte mich: Empfinde nur ich meine Fotos als schön bzw. interessant oder tun das auch andere? Und daher beteilige ich mich immer wieder mal sporadisch an diversen Fotowettbewerben. Auch an internationalen.
Natürlich klappt es nicht immer, aber dennoch oft, dass sich eine gute Platzierung ausgeht, ein Ausstellungsplatz, eine lobende Erwähnung meiner Motive oder sogar ein Preis - meist in Form von Gutscheinen.
Um an Wettbewerben teilzunehmen, bedarf es vieler Überlegungen und einen kritischen Blick auf die eigenen Bilderwelten. Hierfür summieren sich Stunden an Arbeit.
Ich muss mir viele Fragen stellen vor einer Teilnahme, Motive sichten und bearbeiten und für die Teilnahmebedingungen aufbereiten, Formulare ausfüllen und Daten hochladen.
Mein letzter Erfolg war, dass zwei Motive es unter die Top-1000 Bilder des Int. CEWE Photoaward 2025 geschafft haben. Bei rund 650.000 Bildeinreichungen. Einmal in der Kategorie Reisen und einmal in der Kategorie Tiere.
Veränderungsantrieb:
Zeigen, was ich kann und abchecken, wo ich stehe
6. Ich habe Kooperationen und Projekte abgewickelt
2019 nahm ich mir ein Herz und habe die Kulturreferentin unserer Gemeinde kontaktiert. Grund war das bevorstehende Jubiläum zur "ersten urkundlichen Erwähnung" Gunskirchens im Jahr 2020. Ich liebäugelte schon länger damit, mehr aus meinem umfassenden Fundus an Fotos aus meiner Gemeinde zu machen.
Und so kam es, dass ich zu einer Sitzung von Gemeindevertreter:innen dazustieß, um zu besprechen, was man im Jubiläumsjahr eventuell machen könnte. Dazu hatte ich mich gut vorbereitet und ein Konzept vorgelegt.
Was sich dann anders gestaltete: Es wurde nicht das von mir ursprünglich Angedachte, sondern ein 56-seitiges Büchlein mit Gunskirchen-Fotos, an dem ich über mehrere Monate arbeitete. Publiziert in einer großen Auflage, wird es bis heute zu verschiedenen Anlässen von Gemeindevertreter:innen verschenkt.
Parallel und in den Folgejahren brachte ich mehrere Ortskalender heraus, versorgte Vereine mit Bildmaterial, konzipierte eine Foto-App für das ansässige Seniorenheim und stellte Fotos zur Bebilderung der neuen Ortschronik zur Verfügung.
Wenn's um Bilder für die Gemeinde geht, werde ich schon fast ganz automatisch angefragt.
Und es ist ein schönes Gefühl, dass ich mit meinen Fotos eine Spur hinterlassen kann.
Veränderungsantrieb:
Bilder zugänglich machen und nicht auf den Festplatten verstauben lassen
7. Ich habe Kreativprozesse vereinfacht
Newsletter
Wer einen Newsletter anbietet, kommt über ein Newsletter-Tool nicht hinweg, das einfache Anmeldungen und Abmeldungen gewährleistet. So eins hatte ich. Aber: Ich war nicht glücklich mit der Optik der Newslettergestaltung, die mir dieses Tool bot.
Bei einer Illustratorin habe ich dann gesehen, wie sie das handhabt und das Konzept übernommen. An- und Abmeldungen über das Tool - aber mit Link zu den Inhalten auf meiner Webseite. Mein Webseiten-Baukasten bietet mir da viel ansehnlichere Gestaltungsmöglichkeiten. Da bin ich ein bisschen Nerd: die Ästhetik darf nicht zu kurz kommen.
Blogbeiträge
Für das Verfassen neuer Beiträge habe ich mir Unterstützung gegönnt. Und jetzt geht mir das Schreiben leichter von der Hand.
Einmal pro Woche bekomme ich von Judith Peters von Sympatexter eine Idee samt Vorlage, worüber ich schreiben könnte. VIB heißt dieses Programm - Very interesting Blogger. Auch diese Beitragsidee war auf der Liste. Dazwischen gibt sie auch immer wieder mal Tipps für Suchmaschinenoptimierung oder Optimierung für KI-Tools dazu.
Seither bin ich motivierter, neue Artikel zu schreiben und entwickle auch selbst viele Ideen und Themen für neue Beiträge. Einfach weil sich der Schreibflow besser und schneller einstellt. Ich komme gar nicht mehr nach, alle meine Ideen in einen Artikel zu packen, fühle mich sehr inspiriert.
Social Media
Was meine Social Media Kanäle betrifft, bin ich mittlerweile zu einer Verfechterin des Content-Recyclings geworden. Was ist das? Ich nehme einen alten Post und setze ihn neu oder ausführlicher auf - entweder für denselben Kanal oder auch auf einem anderen. Manchmal erstelle ich daraus sogar einen Blogartikel für die Webseite oder Beiträge für den Newsletter.
Ich habe nach 15 Jahren Social-Media-Präsenz so einen großen Fundus an Posts, dass ich damit gut arbeiten kann. Ich denke zu 80 Prozent arbeite ich bereits mit Recycling, dazwischen flechte ich natürlich auch immer wieder mal Neues mit ein.
Veränderungsantrieb:
Mehr Leichtigkeit und simple Abläufe ins kreative Leben bringen
Fazit: Frau schafft mehr als sie glaubt
Als ich diese letzten zehn Jahre Revue passieren ließ, meinte ich erst, dass da gar keine großen Veränderungen mit dabei waren, aber je länger ich darüber nachdachte, umso mehr kam mir wieder in Sinn.
Denn es ist doch so: Manche Veränderungen passieren laut. Andere oft unbemerkt. Bis man zurückblickt und sie sich ins Gedächtnis ruft.
Natürlich gab es auch einige Niederlagen und Enttäuschungen, die mal mehr oder weniger einen Veränderungsprozess anstießen. Projekte, die sich nicht verwirklichten, zu hohe Erwartungen an neu Ausprobiertem, Frust über Bestehendes.
Aber zu sehen, dass in zehn Jahren doch auch sehr viel im positiven Sinne weitergeht, ist ein erbauendes Gefühl.
Mit diesem Beitrag habe ich mir dieses Gefühl vor den Vorhang geholt.
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Hallo, ich bin Alexandra!
Ich bin Bilderlieferantin und leidenschaftliche Fotokünstlerin und konzipiere mit meinen Bildmotiven Freudenbringer, die das Leben bunter machen – wie z. B. Wandbilder, Büchlein, Karten, Kalender. Außerdem gebe ich in meinen Lebenslust-Impulsen Erfahrungswerte in Sachen Fotografie, Kunst und Kreativität aus über 30 Jahren weiter.
Ich bin ein Papierfan, liebe die Natur in allen Facetten und verbringe meine Zeit am Liebsten mit dem Ausprobieren neuer Rezepte, anregender Lektüre, im Garten oder mit kreativen oder lustigen Menschen. Meine Entdeckernatur verlangt danach, dass ich gerne neue Landstriche kennenlerne. Die müssen aber gar nicht weit weg sein.
Mein Angebot:
Als Natur- und Landschaftsfotografin unterstütze ich naturliebende Menschen und Betriebe dabei, ihre
Verbundenheit zur Natur visuell zu verdeutlichen: in Form von Printprodukten und Bildlizenzen aus den Bereichen Natur, Landschaft, Land- und Gartenleben. Und
ich fotografiere gerne Gärten und Bauernhöfe.
























