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Lernen im Offline-Modus: Warum Präsenzkurse heute wertvoller sind denn je

 

Wir lernen heute mehr denn je – und fühlen uns dabei oft erstaunlich allein. Online-Tutorials, Webinare und KI-generierte Inhalte liefern Wissen im Sekundentakt, doch nicht selten bleiben Fragen offen und der Funke springt nicht über.

 

Präsenzkurse schenken dem Lernen wieder Tiefe. Es entsteht Verständnis nicht nur durch Zuschauen, sondern durch gemeinsames Erleben, Nachdenken, Ausprobieren und den persönlichen Austausch.

 

Offline zu lernen bedeutet, gesehen zu werden, persönliche Ansprache zu bekommen und Teil einer Gruppe zu sein. Warum Präsenzkurse heute wertvoller sind denn je und weshalb echtes Lernen Begegnung braucht, darum geht es in diesem Beitrag.

 

Inhaltsangabe - darum geht's

  1. Was sind Präsenzkurse?
  2. Warum sind Präsenzkurse wichtig?
  3. Welche Rolle wird Präsenz in der Zukunft spielen?
  4. So findest du einen Fotografie-Präsenzkurs

1. Was sind Präsenzkurse?

 

Mit dem Wort "Präsenz" ist räumliche Anwesenheit gemeint. Die Anwesenheit des Lehrenden/Vortragen und der Teilnehmer:innen, um gemeinsam zu lernen.


Seminare, Vorträge oder Workshops werden oft so bezeichnet, wenn sich nicht digital bzw. online sondern offline stattfinden. Ganz so wie wir es früher gewohnt haben, als online noch in den Kinderschuhen steckte. 

 

Es gibt verschiedene Settings für Präsenzkurse. Beim klassischen Vortrag sitzen die Teilnehmer:innen meist in Sesselreihen, in Seminaren werden oft Sesselkreise gebildet, in Workshops sitzt man bei Tisch. Je nachdem wie der Vermittler der Inhalte sein Angebot aufgebaut hat und methodisch gestaltet.

 

Luftsprung, weil alles vorbereitet! Foto: Rudi Ortner
Luftsprung, weil alles vorbereitet! Foto: Rudi Ortner

2. Warum sind Präsenzkurse wichtig?

Präsenzkurse: Das Einzelkämpfertum abstreifen

 

Die Welt hat sich gewandelt. Wir sitzen in Online-Schulungen alleine vor dem Computer. Wir haben 800 Facebook-Freunde und trotzdem immer weniger physische Kontakte.

 

Obwohl wir ständig von Daten, Online-Bekanntschaften und Inhalten umgeben sind, sind wir dennoch irgendwie zu Einzelgängern geworden.

 

Denn das Digitale allein kann nicht abfedern, dass wir Wesen sind, die direkte Ansprache, Augenkontakt und ein Miteinander brauchen. 

 

Um eine Balance zwischen der digitalen Welt und echtem Kontakt zu finden, müssen wir anerkennen, dass digitale Interaktionen menschliche Grundbedürfnisse nicht vollständig ersetzen können. Eine gesunde Balance entsteht durch die bewusste Entscheidung, physische Begegnungen trotz der Omnipräsenz von Online-Alternativen zu priorisieren.

 

Wo alles digital und künstlich wird, braucht es auch einen Gegenpol bzw. eine Gegenbewegung, um nicht in der Einsamkeit zu versinken. 


In der Gruppe zu lernen, mit Menschen in Kontakt zu sein, den Austausch und Erfahrungswerte zu genießen ist den meisten Fällen bereichernd und prägt sich mehr ein, als ein Online-Lernangebot.

 

Präsenzkurse: Machen und Denken mit Unterstützung

 

Kennst du das, wenn du nach einem Fotografie-Online-Tutorial denkst: Okay, und jetzt? Das Video ist zu Ende und bei den Inhalten ergeben sich noch einige Fragen und Unklarheiten?

 

In einem Präsenzkurs bekommst du sofort die Antwort – und siehst, dass andere oft genau dieselben Probleme oder Fragestellungen haben. Das Lernen bekommt eine andere Qualität, ist entschleunigter und heute wertvoller denn je.

 

Direkte Feedbackmöglichkeiten erlauben einen schnellen Lernerfolg und Aha-Momente. Mit anderen Teilnehmer:innen in Kleingruppen oder Diskussionen zu arbeiten, macht das Lernen lebendig und abwechslungsreich.

 

 

Präsenzkurse: Raus aus dem digitalen Hamsterrad

 

Einmal nicht auf einen Bildschirm starren! Die Augen entlasten! Bewusst einen Schritt zurücktreten vom Digitalen - das kann eine Wohltat sein für den modernen Menschen.

 

In Onlineseminaren- oder -vorträgen stellt sich schnell eine gewisse Art von Erschöpfung ein. Ich kenne das auch von mir selbst: nach dieser Art der Wissensvermittlung kämpfe ich oft mit Kopfschmerzen.

Andere berichten von Ermüdungserscheinungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Langeweile. 

 

Obwohl es mittlerweile auch schon für Online-Seminare eine Methodenvielfalt gibt, wenden sie die wenigsten an. Aber diese Methoden kommen dennoch nicht an das Gefühl heran, wie es ist, im persönlichen Miteinander zu lernen. 

 

Präsenzkurse punkten dort, wo es um:

  • Diskussionen und Perspektivwechsel

  • praktisches Üben (Labore, Werkstätten, Simulationen)

  • direktes Feedback

  • Lernen durch Erfahrung geht

Präsenz ist ein Ort des Vertiefens, nicht des bloßen Zuhörens.

 

Zudem verfügen Präsenztrainer:innen über ein großes Repertoire an Methoden, sodass sich weniger schnell Eintönigkeit einstellt.

 

3. Welche Rolle wird Präsenz in der Zukunft spielen?

 

Zurzeit erleben wir wieder einen großen Wandel in der digitalen Welt. Der Markt wird überschwemmt mit KI-generierten Inhalten und KI-Tutor:innen.

 

Jeder, der sich ein bisschen mit den neuen Techniken auseinandersetzt, kann mit ein paar wenigen Klicks ein Lernvideo erstellen und irgendwo hochladen. Man muss nicht mal mehr selbst sprechen.

 

Es wird in der Zukunft schwieriger werden zu unterscheiden, wem wir als Wissensvermittler vertrauen können. Ob wir es hier wirklich mit jemandem zu tun haben, der etwas von der Sache versteht oder ob hier nur jemand versucht, schnelles Geld zu machen. 

 

Kürzlich habe ich dazu gelesen: 900.000 neue (englischsprachige) Webseiten wurden unter die Lupe genommen und festgestellt, dass 74,2 % davon KI-generierte Inhalte enthielten.

Der Goldstandard wird nicht mehr Wissen oder Information sein, sondern Erfahrung, Herangehensweise, persönliche Ansprache.

 

Der Markt ist jetzt schon gesättigt mit Online-Coaches, Online-Trainern, Online-Angeboten - der Zenith vielleicht schon bald erreicht. 

 

Meine These und zugleich Hoffnung ist, dass es in Zukunft wieder mehr um echte Begegnungen gehen wird, das viele die Nase voll haben von den vielfältigen Internet-Gurus und selbsternannten Experten, von den KI-generierten Inhalten und Vortragenden "ohne Gesicht". Faceless-Videos nennt sich das.


Offline zu sein ist jetzt schon ein Luxusgut und wird es noch mehr werden. Digital Detox ist kein Modewort mehr, sondern ein Sinn-Begriff geworden für das Leben, wie es einmal gedacht war: Kooperationen, Gespräche, Zusammenarbeit, Ideen spinnen, Lernen mit anderen.

 

"Menschen wollen wieder dazugehören. Wirklich. Nicht nur so halb und in riesigen anonymen Gruppen. Sondern in echten Gruppen mit echter Intention, netten Leuten, und dem Feeling von "yeah, da sind welche wie ich" (oder wie man werden will)", so schreibt Victoria Weber über Prognosen in ihrem Creatorway-Newsletter.  

 

Die Tech-Industrie ist praktisch, aber sie versteht nicht wie Menschen tief in ihrem Innersten ticken, meint Youri Keifens, Copywriter, in seinem Newsletter.

"Wir brauchen echten Kontakt. Wir brauchen es, uns um andere zu kümmern. Wir brauchen Aufgaben, die Sinn stiften. Ich glaube, dass immer mehr Menschen spüren, dass etwas nicht stimmt mit dieser Richtung. Dass sie ein tiefes Bedürfnis nach echtem, menschlichem Kontakt haben. Nach authentischer Kommunikation.

Je mehr Künstlichkeit, desto größer die Sehnsucht nach Echtheit.

Je schneller die Automatisierung, desto größer der Wunsch nach Entschleunigung."

 

Vielleicht treibt uns die Isolation in eine neue Motivation, wieder mehr offline zu sein und weniger online. Vielleicht lässt sich so die neue Einsamkeit bekämpfen.

Wenn wir Gleichgesinnte offline finden und uns auch offline vernetzen, können Leben und Lernen wieder mehr Spaß machen.

 

4. So findest du einen Fotografie-Präsenzkurs

 

Halte die Augen offen nach Programmheften und Online-Auftritten von regionalen Bildungsanbietern. Diese offerieren oft ein breit gestreutes Programm an leistbaren Kursmöglichkeiten zu allen möglichen Themen und hin und wieder ist auch Fotografie mit dabei. 


Alternativ dazu kannst du den Blogs, Webseiten und Social-Media-Profilen von lokalen Fotograf:innen folgen. Sie machen auf Ihren Kurs aufmerksam, sobald sie diesen im Programm haben. Auch Fotovereine oder naturvermittelnde Organisationen haben des Öfteren Kurse auf ihrer Agenda.

 

Du bist bereit für einen Präsenzkurs? Dann komm' in meinen Fotokurs rund um Bildkomposition speziell für Frauen.

Einige Jahre konnte ich nebenberuflich Erfahrungen in der Erwachsenenbildung sammeln und habe nun meinen ersten eigenen 2-teiligen Präsenzkurs rund um Bildgestaltung und Bildkomposition entwickelt.


Ganz ohne Technik-Klimbim!

Es geht um Theorie!


Wir konzentrieren uns auf das Erkennen, Sehen und Komponieren von Fotomotiven.

 

 

Mein Kooperationspartner ist die Volkshochschule der Arbeiterkammer Oberösterreich

(Preis ermäßigt für AK-Mitglieder).

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Welche Erfahrungen hast du bisher mit Online- oder Präsenzkursen gemacht? Was würdest du dir beim Lernen wünschen? Hinterlasse gerne einen Kommentar. 

Hallo, ich bin Alexandra!

Ich bin Bilderlieferantin und leidenschaftliche Fotokünstlerin und konzipiere mit meinen Bildmotiven Freudenbringer, die das Leben bunter machen – wie z. B. Wandbilder, Büchlein, Karten, Kalender. Außerdem gebe ich in meinen Lebenslust-Impulsen Erfahrungswerte in Sachen Fotografie, Kunst und Kreativität aus über 30 Jahren weiter.

 

Ich bin ein Papierfan, liebe die Natur in allen Facetten und verbringe meine Zeit am Liebsten mit dem Ausprobieren neuer Rezepte, anregender Lektüre, im Garten oder mit kreativen oder lustigen Menschen. Meine Entdeckernatur verlangt danach, dass ich gerne neue Landstriche kennenlerne. Die müssen aber gar nicht weit weg sein.

 

Mein Angebot:
Als Natur- und Landschaftsfotografin unterstütze ich naturliebende Menschen und Betriebe dabei, ihre Verbundenheit zur Natur visuell zu verdeutlichen: in Form von Printprodukten und Bildlizenzen aus den Bereichen Natur, Landschaft, Land- und Gartenleben. 
Und ich fotografiere gerne Gärten und Bauernhöfe.

 

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