Effectuation: Vier Prinzipien, wie du mit leistbaren Einsätzen   zur Umsetzung deiner Ideen gelangst

Schon seit längerem habe ich einen E-Mail-Newsletter über die Methode „Effectuation" abonniert. Sie trotzt allen gängigen Managementtheorien und eignet sich besonders für Vorhaben, deren Zukunft und Ausgang nicht berechenbar oder noch ungewiss sind. Perfekt für Menschen, die einfach einmal im Kleinen mit etwas beginnen wollen.

 

Bild zeigt Motivation und Weg, Ideen und Pläne

 

Ich habe festgestellt, dass ich mein nebenberufliches Papeterie- und Fotografiebusiness – ganz unbewusst nach den Prinzipien von „Effectuation“ betreibe.

 

Grob gesagt lauten die Leitlinien:

 

a) Mittelorientierung statt Zielorientierung
Wer ich bin, was ich weiß und wen ich kenne - diese Mittel bestimmen, was machbar ist.

Ich arbeite mit allem, was ich weiß und meine Person ausmacht. Dabei nutze ich u. a. mein vielfältiges Fotoarchiv und mein Archiv an schönen Sätzen und Sprüchen. Als Papierliebhaberin halte ich mich an dieses Material und ich umgebe mich gerne mit künstlerischen Menschen, mit denen ich mich über meine und deren Ideen austausche.

b) Leistbarer Verlust statt erwarteter Ertrag
Da eine ungewisse Zukunft keine Erträge vorhersagen lässt, sollte man nur aufs Spiel setzen, was man zu verlieren bereit ist.

Dass ich viel Zeit in mein nebenberufliches Business stecke, lässt sich gut verkraften. Es macht so viel Spaß, mich meinen Ideen zu widmen, dass ich täglich daran arbeite. Ich bin auch bereit, gewisse Summen an Geld in den Aufbau zu stecken, die meiner Schmerzgrenze entsprechen. Aber ich habe bisher keine hochtrabenden Umsatzziele im Kopf.

 

c) Umstände und Zufälle nutzen statt vermeiden
Es gilt, Überraschungen in Chancen zu verwandeln und Nutzen aus dem Ungeplanten zu ziehen.

Serendipität ist der glückliche Zufall; etwas, das man findet, womit man gar nicht gerechnet hatte. Solche Momente gibt es immer wieder im Leben und Business – man muss sie allerdings erkennen und dann zu nutzen wissen. Bei mir gab es in letzter Zeit einige davon und ich nutze sie auch.

 

d) Partnerschaft statt Konkurrenz
Vermeintlich definierte Konkurrenz wird mit ins Boot geholt, um Synergien zu erzeugen.

Im Kunstverein ist natürlich jeder darum bemüht, seine Kunst am besten zu verkaufen und zu vermarkten. Nun könnte natürlich jeder für sich eine Einzelausstellung starten – aber viel mehr Sinn macht es, sich mit weiteren Künstlern zu einer Gemeinschaftsausstellung zusammenzuschließen. So greift man auf ein dreifach  großes Netzwerk zurück, um die Ausstellung zu einem Erfolg zu machen.

 

 

 

Effectuation heißt kurz gesagt:  mit leistbaren Einsätzen in kleinen Schritten arbeiten.
Oder als Metapher: Man kocht mit dem, was im Kühlschrank ist!

 

 

Nach der Bestandsaufnahme:

  • Einfach mal nebenbei mit etwas beginnen
  • Einfach mal versuchen, eine erste Idee umzusetzen
  • Einfach mal sehen, was man aus den eigenen Interessen /Fähigkeiten machen kann
  • Einfach mal die Kontakte nutzen, die man schon hat

Im Prinzip bin ich es auf diese Weise angegangen, mehr aus meinen Vorlieben und Fähigkeiten zu machen: Ich hatte die Ideen, ich hatte das Material, ich hatte Kontakte oder erweiterte diese im Laufe der Zeit und ich wusste, was ich liebe und wofür ich mich selbst begeistern kann.
Das war der Start für meine Gruß- und Dankeskarten, für die Kalender, für die CreativeCards und Wandbilder – und für meine Facebook-Fanseite und meine Webseite.

 

 

Um etwas Ungewisses oder Unplanbares zu beginnen, weil man nicht weiß, wie sich etwas entwickeln wird, eignet sich "Effectuation" gut. Ab einem bestimmten Punkt fährt man dann jedoch mit herkömmlichen Business-Strategien besser, sagen die Expertinnen und Experten.

 

 

Also: Nur Mut! Klein beginnen mit dem, was schon da ist!
Bestandsaufnahme machen, reflektieren, notieren, überlegen, starten.

Aus eigener Erfahrung kann sich sagen: "Man muss einfach mal ins Tun kommen und mit etwas anfangen. Dadurch gewinnt man auch die Sicherheit, sich über Folgeschritte zu trauen."

 

Mehr über "Effectuation" kannst du auch hier nachlesen:
Zur Webseite von Effectuation

 

Herzlichst, eure Alexandra

Was meinst du zu diesem Prinzip? Weißt du um deine Ressourcen? Was macht das Beginnen schwer?
Ich freue mich über Rückmeldungen und Diskussion.


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