Was bringt es, aufzuschreiben was schön war?

Freundlicherweise bekam ich kürzlich von Dunja Herrmann von Glückswerkzeuge ihr Notiz-Spiralbüchlein „Was war heute schön?“ zur Verfügung gestellt. Sie ist auf mich in meiner selbsternannten Rolle als „Botschafterin für die menschliche Sehnsucht nach Schönem“ aufmerksam geworden. Ich habe mich über die Zusendung sehr gefreut. Nun, wie geht es mir damit, jeden Tag drei Dinge zu notieren, die schön waren? Hier mein Resümee.

 

Tagebuchschreiben macht glücklich
Glückswerkzeug "Was war heute schön?" / Bild: Dunja Herrmann

 

Urlaub und so
Begonnen hab ich mit dem Büchlein am ersten Tag meines diesjährigen zweiwöchigen Urlaubs in Italien. Das Essen! Die Landschaft! Die Erlebnisse! Im Urlaub fällt es natürlich ganz leicht, jeden Tag drei Dinge zu notieren. Darunter Sätze wie „Erstmals einen Fuchs in freier Wildbahn gesehen“ oder vermeintlich Profanes wie „Fünf Stunden Autofahrt und alles ist gut gegangen“.

Erlebnisse aus zwei meiner Reisen kannst du auch hier nachlesen:
Pizza, Pasta, Perfetto - Das melancholische Triest
Urlaub auf einem Weingut im Friaul - und warum ich wiederkehren werde

 

 Zuhause im Alltag
Daheim gestaltet sich das Schreiben schon etwas schwieriger. Ich habe es mir zum Ritual gemacht, mich jeden Abend kurz hinzusetzen, das Büchlein in die Hand zu nehmen und mir Gedanken zu machen. Einmal vergaß ich auch schon mal zwei Tage darauf, da hilft es, wenn es irgendwo liegt, wo es immer in Sichtweite ist und ich daran erinnert werde. Aus den Augen – aus dem Sinn – das kann ganz schnell gehen. Fakt ist, an einem ganz normalen Tag ist es schon manchmal eine Herausforderung, drei Punkte zu definieren. Darin landen dann Sätze wie: „Erdbeeren mit Vanilleeis auf der Terrasse genossen“ oder „Der Kassiererin im Supermarkt ein nettes Kompliment gemacht“ oder "Pralinen von einem Kunden bekommen".

 

 

Was es auslöst
Was macht es mit mir, wo ich das nun seit fast zwei Monaten so durchziehe?
Ich nehme mir Zeit. Zeit, über Schönes nachzudenken. Diese Momente rücken vermehrt ins Bewusstsein. Und ich erkenne auch, dass es oft wirklich die kleinen Dinge sind, die glücklich machen oder wundervoll sind. Außerdem finde ich es jetzt schon – nach dieser kurzen Zeit - herzerfrischend, darin zu blättern und die Highlights eines Tages aus der Vergangenheit nachzulesen. Nach einem ganzen Jahr habe ich dann die schönsten Momente geballt als Nachschlagwerk vor mir liegen. Vielleicht mache ich sogar ein kleines Projekt daraus – wer weiß?

 

Zur Ausführung des Notiz-Spiralbüchleins:
Die Größe finde ich sehr ideal, auch das quadratische Format ist ansprechend. Man hat es überall schnell mal eingepackt. Einzig: Beim Schreiben stört die Spirale hin und wieder, wenn man Richtung Mitte kommt. Dass es jeden Tag drei Dinge sind, die niedergeschrieben werden sollen, passt gut, dadurch ist man auch ein bisschen gefordert, auch mal wirklich auf die kleinen Dinge zu achten. Auch der Platz dafür ist ausreichend: eine Zeile für das Datum, jeweils fünf Zeilen für das Erlebte.

 

Ja, ich kann sagen: Dieses Büchlein ist ein echtes Glückswerkzeug.

 

Hier gibt es nähere Informationen dazu:
Zur Glückswerkzeuge-Auswahl

Machst du etwas Ähnliches? Schreibst du eine Art Tagebuch?
Teile dich hier mit - meine Leser und ich freuen uns darüber!


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Dunja (Freitag, 29 Juli 2016 14:04)

    Liebe Alexandra,

    es war total spannend zu lesen, wie es dir mit dem Büchlein ergangen ist! Vielen Dank, dass du es ausprobiert hast und nun schon seit 2 Monaten dabei bist! Und natürlich auch dafür, dass du deine Leserinnen und Leser daran teilhaben lässt.

    Viel Freude noch beim Ausfüllen und Drinstöbern!

    Dunja

  • #2

    Alexandra (Montag, 01 August 2016 11:45)

    Liebe Dunja,
    vielen Dank für die schöne Rückmeldung - ich arbeite wirklich sehr gerne mit dem Notizbüchlein.
    Schöne Grüße!