Ein charmantes Städtchen in der Nähe von Hamburg

Wir stoppen im gepflasterten Zentrum vor einem Haus mit blauer Tür und roten Ziegeln. Hinter uns: eine schmale Gracht, in der ein Boot ankert. Mein erster Gedanke: Hier sieht es aus wie in Amsterdam! Dabei haben wir uns für drei Nächte in Stade eingebucht, einer kleinen Stadt Nähe Hamburg und am Rande des Alten Landes, einer fruchtbaren Obstbauregion am Elbfluss.

Ein familiärer Anlass hatte uns Mitte Oktober nach Norddeutschland geführt und daher entschieden wir: Wenn wir schon über 800 Kilometer fahren, dann bleiben wir auch länger. Die Vermieterin unseres Appartements ist quirlig und freundlich und der Akzent kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie eigentlich aus Bayern stammt. Wir teilen uns mit der vierköpfigen Familie, die oberhalb wohnt, den Flur und die wundervolle Aussicht auf eines der schönsten Gebäude der Altstadt. Das gemütliche, kleine Appartement mit Namen „Glück“ ist geschmackvoll eingerichtet und bietet beste Ausstattung. Von Kaffee und Tee, über Gewürze und Zeitschriften bis hin zu Seife und Küchenutensilien  ist alles da. Es sind auch die kleinen aufmerksamen Details, die uns begeistern – wie z. B. dass die Bettwäsche einfach fabelhaft duftet! Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Jeden Abend werde ich mit einer Tasse Tee am Küchenfenster sitzen, die Aussicht auf das elegante Bürgermeister-Hintze-Haus (apricotfarben) gegenüber  genießen und die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen …

 

Vier Dinge, die uns an Stade besonders begeistert haben:

Der Stadtkern ist beinahe autofrei und macht Lust aufs Flanieren und Zufußgehen. Vieles ist in wenigen Minuten gut erreichbar. Parken durften wir kostenlos im nahe gelegenen Parkhaus (ca. 3 Minuten Fußweg).

 

Es gibt einen guten Branchenmix an Shops und Geschäften und diese machen alle einen sehr gepflegten Eindruck. Die Häuser sind bestens in Schuss und es macht richtig Spaß, all die besonderen Fassaden zu entdecken.

 

Stade ist bei Nacht besonders charmant und fotogen, wenn die Laternen strahlen und die Lichter in den Häusern angehen. Manchmal glaubt man, sich in einer kleinen Märchenstadt zu befinden.

 

„Es wird draußen gesessen, solange die Temperatur nicht unter 5 Grad fällt“ – so ähnlich ist wohl die Maxime hier im Norden. Die Lokale haben auch am Abend immer noch ihre Tische und Stühle vorm Haus und die Menschen nutzen das auch.

 

Mehr über Stade erfahren: www.stade-tourismus.de

 

Sechs Vorschläge für Unternehmungen ab Stade:

 

Durchs Alte Land fahren
Es macht Spaß, die schmalen Straßen durch die Obstbauregion zu nehmen und schöne reetgedeckte Häuser, Leuchttürme und geschmackvolle Hofläden zu entdecken. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es in der schönen Jahreszeit ganz schön rundgeht hier. Besonders zur Apfelblüte nutzen auch die Hamburger diesen schönen Flecken vor den Toren Hamburgs für Freizeitaktivitäten.

 

Die Hansestadt Hamburg besuchen
In zirka 45 Minuten erreicht man mit dem PKW das „Tor zur Freiheit“, die Stadt Hamburg. Besichtigungen, Shopping, Musicalbesuche oder eine Hafen- oder Alsterrundfahrt sind beliebte Aktivitäten in der Hansemetropole.

 

Städte wie Glückstadt oder Buxtehude erkunden
Wer nach Glückstadt will, sollte auf jeden Fall Zeit einplanen. Es gilt, die Elbe mit der Elbfähre zu überqueren und in Stoßzeiten kann es da schon mal zu kleinen Staus kommen. Auf jeden Fall ist es ein kleines Erlebnis, mal auf der Elbe zu schippern. Hin- und Rückfahrt mit der Fähre: ca. 20 Euro.
Südöstlich von Stade liegt Buxtehude, das einen charmanten Ortskern hat und zum Bummeln einlädt.

 

In Brunsbüttel dicke Pötte gucken
Wer immer schon mal sehen wollte, wie riesige Schiffe über den Nord-Ostsee-Kanal in das "Delta" der Elbe geschleust werden, muss nach Brunsbüttel fahren. Zwei Aussichtshäuschen mit Fensterfront (kostenlos) bieten einen guten Blick auf die Schleusenkammern und dicke Pötte und Kreuzfahrtschiffe, die aus allen Teilen der Welt kommen. Etwas Zeit sollte man schon dafür einplanen, es gibt aber auch einen Online-Kalender, der preisgibt, wann welches Schiff an die Schleuse kommt.

 

Wissen erweitern in Bremerhaven
In Bremerhaven kann man nicht nur Fisch kaufen und genießen – die Stadt bietet auch eine Fülle an interessanten Museen: das deutsche Auswandererhaus (18 Euro Eintritt), den Zoo am Meer, das Klimahaus uvm. Von der Plattform des Atlantic Hotel Sail City, das architektonisch wie ein Segel gebaut ist, eröffnet sich einem ein guter Rundumblick über ganz Bremerhaven. Nur mit Lift: 3 Euro.

Ausflüge oder weitere Aufenthalte planen
Gut erreichbar sind auch Cuxhaven und das Wattenmeer sowie die nördlich gelegenen Orte Friedrichskoog (mit Seehundebabystation), Büsum oder der Kurort St.Peter-Ording. Noch weiter oben schließen die nordfriesischen Inseln an. Es gibt also viel zu sehen!

 

Du hast einen Tipp für Norddeutschland? Teile ihn hier im Kommentar mit. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0