Mein Monatsrückblick für Jänner 2021: Geplantes, Zufälliges und Gesteuertes

Als ich mich dazu entschied, einen Monatsrückblick zu schreiben, war ich noch der Annahme, dass das ein sehr kurzer Beitrag werden würde. Beim Überlegen und Nachdenken, was so los gewesen ist, merkte ich aber: Hey, es ist ja doch so einiges passiert! Du erfährst von einem Hoppala, einem kleinen Erfolg, einer neuen kreativen Tätigkeit, was ich diesen Monat so fotografiert habe, was du in punkto Ahnenforschung nicht vernachlässigen solltest und womit ich mich auf Facebook rumplage.

 

Die Papierliebe ist manchmal ein Luder

Das neue Jahr fing gleich einmal chaotisch an, da mir meine Zettelwirtschaft oftmals über den Kopf wächst. Einmal schreibe ich Ideen und Gedanken in der gemütlichen Sitzecke im Essbereich nieder, dann wieder im Heimbüro und ein anderes Mal am Arbeitsplatz, weil mir zwischendurch was Notierenswertes durch den Kopf geht. Ich wusste, ich hatte mir vor einigen Wochen einmal eine Liste notiert mit Ideen zur Vermarktung der neuen Künstler-Notizblöcke. Sie fiel mir auch immer wieder mal in die Hände, wenn ich in Unterlagen und kleinen Mäppchen kramte. Zwischen Weihnachten und Neujahr räumte ich sehr viel auf und seitdem ist die Liste verschwunden und damit all‘ die vielen Ideen. Das ist deshalb unangenehm, weil die Gedankenkraft und Kreativität bei mir nicht immer am selben Level ist. Der „Flow“ ist mal mehr und mal weniger und als ich die Liste schrieb, war ich total im Flow. Es folgte viel Zeitaufwand, um nach der Liste zu suchen – vom Altpapier bis hin zu den hintersten Ecken im Büro. Aber sie ist futsch. Ich habe nun versucht, aus dem Gedächtnis heraus noch einiges elektronisch niederzuschreiben.

 

Hast du eine spezielle Methode, die dir dabei hilft dem Notizenchaos organisierter zu begegnen?

Mein Wochenplaner ist ein Tool, das mir dabei hilft, den Überblick über Alltägliches zu bewahren. Aber wenn es um Kreatives geht, versinke ich oft im Papierchaos.

Ein kleines bisschen Ruhm und Ehre

Vor einigen Jahren habe ich mich mal als "Regionautin" für die lokale Bezirksrundschau angemeldet, aber dort nie viel hochgeladen oder Beiträge geschrieben. Dennoch wurde hin und wieder eins meiner Landschaftsbilder – relativ kleinformatig – abgedruckt. In letzter Zeit habe ich meine Geschäftigkeit auf der Online-Plattform ein bisschen wiederbelebt und es folgte gleich eine Überraschung! Eine der letzten Ausgaben zierte am Titelblatt der Regionalausgabe eins meiner Landschaftsbilder aus Gunskirchen in voller Größe.

 

Wo ist dir schon mal völlig unverhofft was Tolles passiert?

Da hat es doch glatt eins meiner Landschaftsbilder mal auf eine Titelseite geschafft. Strike!

Dem Leben schreibend begegnen

Dem Alltag ein Schnippchen schlagen? Diesen Monat habe ich - neben diesem - einen neuen Blogbeitrag verfasst. Es geht darum, wie man sich organisieren kann, damit einem im Alltag mehr Zeit und Energie für Herzensprojekte oder Herzensdinge bleibt. Ich fand da für mich eine Methode, dir mir sehr in dieser Sache hilft und erkläre in dem Beitrag, wie und warum ich das so mache und wie auch dich diese Methode vielleicht weiterbringen kann.

 

Vorsicht vor dieser Methode! Du brauchst Papier und Stift! ;-)

Weiters habe ich damit begonnen, selbst Sinnsprüche zu schreiben und mit meinen Bildmotiven zu kombinieren. Ich sammle schon viele Jahre Zitate und Sprüche und bewundere auch Menschen wie Ernst Ferstl, die Worte so wunderbar in Sätze kleiden können, die die Menschen berühren und ansprechen. Dass ich nun selbst schreibe, hat sich ganz plötzlich ergeben. Ich bin einer neu gegründeten Facebookgruppe beigetreten, in die unter anderem auch selbst geschriebene Sinnsprüche gepostet werden. Da habe ich mich eines Abends hingesetzt und meine ersten Sätze verfasst. Mein Ziel ist es, jede Woche zumindest ein bis zwei Sinnsprüche zu kreieren.

 

 Schreibst du auch regelmäßig an etwas?

Schreiben ist echte harte Arbeit. Etwas zu formulieren fällt einem nicht einfach zu, es ist genauso ein kreativer Prozess wie bei vielen anderen künstlerischen Tätigkeiten.

Bewusst gestartete Fotospaziergänge

Wo ich mich selbst ein bisschen schelten muss: Im Jänner war ich viel weniger draußen und in der Landschaft unterwegs als sonst. Manchmal lag es am Wetter (sollte aber eigentlich keine Ausrede sein!), manchmal an der Schwere nach dem Essen oder daran, dass ich keine schnelle Idee hatte, wo wir bei Schnee oder Matsch herumspazieren könnten. Ergo habe ich im Jänner auch viel weniger als sonst fotografiert, dafür aber ein Projekt ganz bewusst umgesetzt. Einige von euch wissen vielleicht, dass ich ein Fan von Wortspielereien bin und auch manchmal was in diverse Gruppe poste. Und eine der Kreationen der letzten Zeit war „Sollbruchstille“. Diesen Begriff assoziierte ich in Folge mit dem Corona-Lockdown, der ja angeordnet ist und wie auf Kommando alles stilllegt. Ich habe mich also daran gemacht, ein Mini-Fotoprojekt in der Stadt Wels umzusetzen, das zeigen soll, wie der Lockdown im urbanen Bereich sichtbar wird. Dazu habe ich meine Mittagspausen genutzt und bin durch die Stadt spaziert und es wurde dann das Mini-Fotoprojekt "Sollbruchstille" daraus.

 

Ein kleiner Auszug der Dokumentation, welche Anzeichen der Lockdown im Stadtbild hinterlässt.

Die gesamte Bildstrecke gibt's auf meiner Facebookseite.

Hurra! Schnee! Von der Landschaft meiner Heimatgemeinde habe ich ganz wenige Bildmotive, auf denen der Winter zu erkennen ist. Also gab’s kein Entrinnen beim ersten Schnee im Jänner: Ich musste raus! Ich bin also nachmittags bei leichtem Schneefall herumgestapft und habe die Schönheit der Landschaft im Ortsteil Fernreith abgelichtet. Nach einer Stunde sah ich aus wie ein halber Schneemann, habe den Fotowalk aber dennoch sehr genossen. Fazit: Die Überwindung ist das Schwierigste! Das Zusammenpacken, warm anziehen, wegfahren. Bin ich erst mal dort, ist das Motivationstief überwunden. Das fällt umso leichter, wenn es der Vormittag ist und nicht der Nachmittag.

 

 Was lockt dich im Winter vor dem warmen Ofen hervor?

Wenn alles weiß und bedeckt ist, wird jede Pflanze, jedes Ding, das sich davon abhebt, interessant. 

 

Am Liebsten bin ich ja draußen unterwegs, aber manchmal habe ich auch Lust dazu, indoor kleine Fotoprojekte zu realisieren. So auch kürzlich. Es entstand meine Miniserie "Time to disco", dich ich ganz einfach am Schreibtisch ohne großen Klimbim umgesetzt habe. Alles was ich dazu brauchte waren die spiegelnde Rückseite einer CD und die Kamera samt Makroobjektiv. Mit der Schreibtischleuchte habe ich dann das Licht noch etwas gesteuert und die CD auf das schwarze Mousepad platziert, um einen dunklen Hintergrund zu schaffen. Die Herausforderung lag darin, halbwegs scharfe und auch interessante Lichtreflexe abzubilden, aber mit ein bisschen Übung und Ausdauer gelingt es.

 

Dünger für den Stammbaum

Was mein Ahnenforschungsprojekt anbelangt, hatte ich im Jänner wieder einen Glücksfall. Und erneut war das Internet dabei im Spiel. Über eine Facebook-Gruppe, in der historische Bilder aus meiner ehemaligen Heimatgemeinde gepostet werden, kam ich in Austausch mit einer lieben Dame, deren Mann entfernt mit mir verwandt ist – was ich zuvor nicht wusste. Sie forschte in der Vergangenheit bereits sehr intensiv und ich konnte also ganz viele Namen und Daten in meinem Stammbaum ergänzen. Das Stammbaum-Projekt hat mich jetzt auch dazu bewogen, mir endlich einen Drucker fürs Heimbüro anzuschaffen. Beim Umgang mit den vielen Daten – und das nur über den PC und einem speziellen Programm – verliere ich sonst noch den Überblick.

Meinen Stammbaum betreffend ist im Jänner auch noch etwas Trauriges passiert: ein Onkel ist verstorben, vermutlich an den Folgen seiner Covid-Erkrankung im Oktober. Wir hatten nicht so viel Kontakt. Aber ich bin glücklich, dass ich ihn und die Tante noch im Sommer im Garten besucht und einiges über die Ahnen erfragt habe. Daher auch mein Tipp für dich: Wenn du dich für deinen Stammbaum interessierst, für die Geschichten und Personen, dann warte nicht zu lange damit, diese Dinge beizeiten zu erfragen und zu dokumentieren. Es kann schnell zu spät sein.

 

Bist du neugierig auf deine Wurzeln oder interessiert dich das überhaupt nicht?

Hartkirchen, 2. 8. 1899, Herzlichen Gruß aus diesem lieben Nest.

Die Fans sind da, kriegen aber nix angezeigt

Sieben Jahre umadumgschaftln auf Facebook! Am 17. Jänner vor sieben Jahren, am Geburtstag meiner Oma (leider lebt sie schon lange nicht mehr), habe ich meine Facebook-Fanpage eröffnet. Zirka 1.040 Personen sind derzeit Abonnenten, was mich sehr stolz macht. Leider wird es aber immer schwieriger, den Facebook-Algorithmus zu überlisten und zu durchschauen. Ein Beitrag wird meist nur 70 bis 100 Fans angezeigt, es sei denn er wird fleißig geliked, kommentiert oder geteilt. Es ist mittlerweile eine eigene Wissenschaft geworden, wie man mehr Reichweite auf Facebook erlangen kann. Facebook gibt z. B. Videos mehr Reichweite als Fotos und Links bewertet die Plattform ganz schlecht, weil sie von Facebook wegführen. Wer keine Beiträge von mir verpassen will, kann das in den Facebook-Benachrichtigungen einstellen oder bei den Abo-Einstellungen oder muss mehr mit meiner Seite interagieren (liken, kommentieren, teilen). Dann erkennt der Facebook-Algorithmus: Aha, dieser User ist stark an den Themen interessiert, dem zeigen wir mehr von dieser Seite an. Ich kann nur sagen: Ich freue mich wirklich über jede einzelne Reaktion – das gibt mir das Gefühl, nicht nur für mich alleine zu publizieren. 

 

Hast du auch eine Fanpage und wie ergeht es dir damit?

 

Sieben Jahre auf Facebook mit einer Fanpage - 4-malige Seitenumbenennung inklusive.

 

Diese Blogartikel oder Inhalte könnten dich ebenfalls interessieren:

Hallo, ich bin Alexandra

Als leidenschaftliche Fotokünstlerin gestalte ich mit meinen Bildmotiven Freudenbringer, die das Leben bunter machen – wie z. B. Wandbilder, Büchlein, Billets, Blöcke und gebe meine Erfahrungswerte in Sachen Fotografie, Kunst und Kreativität aus über 20 Jahren weiter.

 

Ich bin ein Papierfan, liebe die Natur in allen Facetten und verbringe meine Zeit am Liebsten mit dem Ausprobieren neuer Rezepte, anregender Lektüre, im Garten oder mit kreativen oder humorvollen Menschen. Meine Entdeckernatur verlangt danach, dass ich gerne neue Landstriche kennenlerne. Die müssen aber gar nicht weit weg sein.

Du hast Fragen oder Anmerkungen zum Artikel? Du möchtest mir eine Nachricht hinterlassen?
Dann schreibe mir gerne eine Nachricht:

kontakt@alexandra-brandstetter.net

Kommentar schreiben

Kommentare: 0