Mein Monatsrückblick für März 2021: Künstlerisches, Naturalistisches und Auditives

Der März ist immer ein echter Vorfreude-Monat. Ich freue mich auf die Sonnenstrahlen, auf sprießendes Grün und mehr Aktivität im Freien. Dem zu frönen war heuer leider nur vereinzelt möglich, aber es ist auch einiges Neues passiert. Du erfährst in diesem Beitrag u. a. was meine Vorfreude auf den Frühling anstachelte, welcher Kunstform ich ein wenig verfallen bin, warum ich neuerdings in mein Smartphone spreche und welche Fotos ich gemacht habe. 

 

Aussicht auf Gemüse und Blühwunder

Als der März so kam, dachte ich an den jenen des Vorjahres: warm, frühlingshaft, entspannend. Trotz Lockdown konnten wir zumindest das schöne Wetter auf der Terrasse genießen. Das war heuer ein bisschen anders. Aber ein paar milde Tage Anfang März verleiteten mich dazu, gleich mal Pflücksalat, Kohlrabisetzlinge und diverse Gemüse- und Blumensamen einzukaufen. Salat und Kohlrabi verbringen seither schon ihre Zeit in Hochbeet und Topf, mussten aber aufgrund des winterlichen Wetters regelmäßig mit Vlies zugedeckt werden. Die Samen durften ins Heim und werden seither auf dem Fensterbrett hochgezogen. Es verblüfft mich immer wieder, wie schnell das Grün auskeimt und zu ansehnlichen Pflänzchen wird.
Was meine Frühlingslaune heuer noch etwas dämpft: Unsere schwere Gartenmöbelgarnitur, die ich sehr liebe, wartet seit November auf Reparatur. Eigentlich war schon alles vereinbart, dann ist der Herr Tischler leider erkrankt und seither stehen die Möbel in Einzelteilen auf der Terrasse. Und heutzutage einen Handwerker finden? Du weißt, wie sich das mittlerweile gestaltet.

 

Wie holst du dir den Frühling ins Heim?

 

Schleifenblume und Basilikum fühlen sich wohl auf der Fensterbank.

 

Mein persönliches Blaues Wunder erlebt

„Blaue Wunder – Fotografieren ohne Kamera“ nennt sich der Online-Kurs, der bis in den März hineinreichte und von dem ich kurz schon im Februar-Rückblick berichtete. Und es hat so viel Spaß gemacht in die Cyanotopie hineinzuschnuppern! Das vorpräparierte Papier ist schon aufgebraucht, weil ich ganz viel herumexperimentiert habe - Nachschub bereits geordert. Aus heutiger Sicht werde ich wohl dran bleiben an dieser schönen Kunstform, die dem Berliner Blau huldigt, und habe mir schon einige Ideen notiert, was ich umsetzen oder welche Stile ich ausprobieren möchte. Als Natur- und Pflanzenliebhaberin kommt mir diese Beschäftigung sehr entgegen und ich merke, dass ich nochmals um einiges achtsamer durch die Landschaft streife, um nach geeigneten Materialien Ausschau zu halten. Da musste kürzlich schon mal ein Farnblatt aus dem Welser Burggarten mit. Den Abschluss des Kurses bildete die Aufgabe, einige unsere Cyanotopien im eigenen Heim Raum zu geben. Ich habe mich für eine Rahmung entschieden und für eine Streifen-Collage im Passepartout.

 

Welche Farbe ist deine Lieblingsfarbe und warum?

 


Es ist erstaunlich, was sich mit speziellem Papier, Sonnenlicht und Pflanzenteilen zaubern lässt.

 

Motive finden im begrenzten Raum

Wenn die Sonne scheint, will ich unbedingt raus um mich zu bewegen. Die Kamera nehme ich dazu meistens mit. So entschied ich mich mal an einem Sonntag dazu, den Kurpark in Bad Schallerbach aufzusuchen und dort spazieren zu gehen. Aber wie fast überall in der Landschaft, herrschte auch im Park noch Kargheit an Grün und blühenden Pflanzen. Das tut dem geschulten Auge aber nichts! Wenn die Möglichkeiten begrenzt sind Motive zu finden, kurbelt das die Kreativität an. Und als ich mich zirka eine halbe Stunde lang beim kleinen Teich im Park aufhielt, um bewusst nach Motiven zu suchen, kam ich doch noch in den Fotografie-Flow. Auch auf dem Rückweg ergaben sich noch weitere schöne oder spannende Ansichten im Sucher. Es gibt immer etwas zu fotografieren – man muss nur genau hinsehen und sich auf die Normalität einlassen. Und dann schauen, wie man dieses Normale in eine interessante Ansicht bringen könnte.

 

 Hast du das fotografische Sehen im begrenzten Raum schon mal praktiziert?

So richtig grün und frühlingshaft war es noch nicht im Kurpark, daher lag die Herausforderung darin, genau zu schauen um Motive zu finden.

Fototipps in schönstem Dialekt

Seit über 20 Jahren fotografiere ich und habe dabei unzählige Erfahrungen gesammelt, vieles ausprobiert, kreative Methoden entwickelt und genauso oft an Möglichkeiten gescheitert. Daher finde ich seit kurzem den Gedanken charmant, diese Erfahrungen in irgendeiner Weise weiterzugeben. Also habe ich im März eine Audio-Serie gestartet, die sich in mehrere Folgen gliedert. Sie nennt sich „Mehr fotografieren im Alltag“ und ich erzähle darin über Möglichkeiten, wie es gelingen kann, die Fotografie mehr in das eigene Leben zu integrieren. Zwischen Familie, Heim, Arbeit und anderen Interessen ist es nicht immer ganz einfach, dieses schöne Hobby zu leben – meine acht Tipps sollen Anregungen liefern, wie es doch gelingen kann. Da es mir wichtig ist authentisch zu sein, plaudere ich in diesen Folgen auf Oberösterreichisch, sprechen auf Hochdeutsch würde mir fremd vorkommen - und dir wahrscheinlich auch. Derzeit kann man die Folgen nur auf meiner Facebook-Seite anhören, ich überlege aber, ob ich sie nicht auch auf meinen bescheiden bestückten Youtube-Kanal hochlade und zusätzlich auch noch einen Blogartikel dazu verfasse. Erschienen sind bisher drei Folgen mit insgesamt fünf Tipps.

 

Gefallen dir Fototipps? Hast du eine Anregung für mich, was ich erläutern sollte?

Es ist gar nicht so einfach, drauf los zu plaudern um eine Audio-Serie aufzunehmen, aber es macht mir Spaß und Freude, Erfahrungen weiterzugeben.

 

Naturalistisches einmal anders

Was mich in Sachen Fotografie am meisten inspiriert sind die Fotos anderer KünstlerInnen, Youtube-Videos zu Fotografie und das Blättern in Fotomagazinen und Foto-Sachbüchern. All das beeinflusst mich bei der Ideenfindung für Motive und schlägt sich dann irgendwann in einer kreativen Idee nieder. Wobei Kreativität bei mir nie auf Knopfdruck passiert, sie überkommt mich einfach in bestimmten Momenten. So entstanden eines Nachmittags die ersten Motive zur Serie „Blurred nature“, die ich im Heimbüro verwirklichte. Ich stülpte einfach eine milchig-weiße Tüte über die Überreste des Silberblatts und die frischen Pflänzchen der Buschbohne und lichtete diese mit dem Makroobjektiv ab. Dasselbe Prozedere wiederholte ich wenige Tage später auch im Garten, der aber derzeit noch nicht so viele Motive zulässt. Als nächstes möchte ich dann einfach durch die Natur streifen – samt Tüte – und ganz spontan Pflanzen auf diese Weise fotografieren. 

 

Welche Motive sind deine liebsten Fotomotive?

 


Silberblatt, Buschbohne & Co wurden kurz unter einer milchigen Haube versteckt und

bekamen einen verträumten Look.

Ein paar Stunden alte Heimat

Ende März gab sich der Frühling ein Stelldichein und diese sonnigen Aussichten veranlassten uns dazu, ein paar Urlaubstage einzuplanen. Eine gute Gelegenheit, die erste Radtour dieses Jahres zu unternehmen! Wir starteten in meinem alten Heimatbezirk Eferding im schönen Markt Aschach/Donau und radelten über Feldkirchen, die Feldkirchner Badeseen, an der Donau entlang zum Markt Ottensheim (etwas über eine Stunde). Früher habe ich dort in einem Pub die Nacht zum Tag gemacht und ich freute mich, nach über 25 Jahren wieder einmal dort zu sein. Schlendern über den Marktplatz, zum Schloss raufschauen, an der Donau sitzen und dieses coole Kunstwerk namens "Spirale" bewundern standen am Programm. 

Den Abschluss des Nachmittags bildete ein Abstecher (per Auto) zu den Wurzeln meiner Herkunft, den Hof meiner leider schon verstorbenen Oma, der von meinem Onkel bewirtschaftet wird. Oberhalb des Eferdinger Beckens verbrachte ich die ersten Lebensjahre und ich bin mir sicher, dort hat auch meine Liebe zur Natur ihren Anfang genommen. 

Wir genossen die Sonne, den Blick ins Grün, den Plausch mit dem Onkel und die ersten blühenden Marillenbäume (!). Von jener Hausbank aus, die noch dieselbe ist, auf der ich schon als Baby saß, lauschte ich dem Blöken der Schafe vom gegenüberliegenden Hof und als Souvenir dieses Urlaubstags nahmen wir noch ein paar Flaschen hausgemachten Apfelsaft mit.

Unsportlich wie ich bin, machten sich abends auch noch gleich die ersten Zeichen eines Muskelkaters bemerkbar ;-)

 

Fährst du gerne Rad und hast du Tipps für leichte Touren für mich?

 

Back to the roots in Hartkirchen im Bezirk Eferding.

 

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Hallo, ich bin Alexandra

Als leidenschaftliche Fotokünstlerin gestalte ich mit meinen Bildmotiven Freudenbringer, die das Leben bunter machen – wie z. B. Wandbilder, Büchlein, Billets, Blöcke und gebe meine Erfahrungswerte in Sachen Fotografie, Kunst und Kreativität aus über 20 Jahren weiter.

 

Ich bin ein Papierfan, liebe die Natur in allen Facetten und verbringe meine Zeit am Liebsten mit dem Ausprobieren neuer Rezepte, anregender Lektüre, im Garten oder mit kreativen oder lustigen Menschen. Meine Entdeckernatur verlangt danach, dass ich gerne neue Landstriche kennenlerne. Die müssen aber gar nicht weit weg sein.

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