Mehr Energie für Herzensdinge? Etabliere mit wenig Zeitaufwand pro Woche gute Gewohnheiten!

Du kommst von der Arbeit nach Hause, fühlst dich nicht gerade strotzend vor Energie, nimmst erst einmal irgendetwas Essbares zu dir und merkst dann, dass die Kräfte dadurch auch nicht steigen. Dazwischen warten noch Tätigkeiten dein Heim, den Haushalt und die Familie betreffend. Fast täglich dasselbe Spiel. Und am Ende geht auch die ganze Lebenslust und Kreativität verloren, die eigentlich in dir stecken würde. Ideen, die du umsetzen wolltest, ungeschriebene Gedichte, Songs oder Blogartikel, ein schickes Teil nähen, etwas Neues ausprobieren und Ähnliches. Beim Zubettgehen fällt dir dann ein, was du nicht erledigt hast und dass du dieses und jenes nicht vergessen darfst. Und Dinge, die dein Herz zum Tanzen bringen, bleiben auch auf der Strecke, weil dich der ganze unerledigte Kram mental niederdrückt. Solange er unerledigt ist, kann kaum Energie für anderes fließen. Das muss nicht sein! In diesem Beitrag erfährst du, welche Methode ich für mich gefunden habe, damit Herz und Kreativität nicht ins Hintertreffen gelangen. Dazu braucht es keine guten Vorsätze, sondern einfach gute Gewohnheiten.

"Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an."

- Sokrates -

Es gibt so vieles, auf das wir schnell mal vergessen. Überhaupt dann, wenn es uns nicht ständig vor Augen ist. Aber unser Unterbewusstsein weiß davon - es kennt das Unerledigte und jagt unentwegt Sätze durch den Kopf wie: "Das sollte noch gemacht werden!" oder "Vergiss nicht darauf ....!"  Es klingt fast ein bisschen befremdlich, doch unser Alltag setzt sich aus vielen kleinen Tätigkeiten zusammen, die unseren Tag ausmachen und gestalten. Schenken wir diesen Kleinigkeiten mehr Aufmerksamkeit, fällt manches leichter in der Umsetzung, unser Geist erfährt Entlastung und es bleibt mehr Zeit für "Großes".

 

Dabei gibt es eine einfache Methode, die nicht neu, aber irrsinnig effektiv ist: Schreibe alles auf!
Es ist erstaunlich, was Papier und Stift bewirken können.

Sehr oft sind es sogar Tätigkeiten, die nur fünf oder zehn Minuten unserer Aufmerksamkeit verlangen – aber wir schieben und schieben oder vergessen ganz darauf. Sind sie erst einmal notiert, ist der erste Schritt schon getan: die Aufgabe ist raus unserem Kopf und an eine andere Stelle gerückt. 

 

Ja, ich bin ein Papierfan – und ich liebe es auch handschriftlich zu schreiben und mir Notizen zu machen. Und je mehr die Jahre vergehen, umso mehr merke ich: Die liebgewonnene Gewohnheit, niederzuschreiben, was zu tun ist, entlastet meinen Alltag und Kopf so gut, sodass ich mich nach deren Erledigung automatisch mehr auf Herzensdinge konzentrieren kann. Wie gelingt mir das?

 

Was es braucht, sind Gewohnheit und Struktur

 

Ich halte mich an ein etabliertes Ritual und ich nutze eine bestimmte Struktur für das Niederschreiben: sie ist in Papierform und unterteilt in die fünf Wochentage (für jeden Wochentag ein Notizfeld) und ein weiteres Notizfeld für das Wochenende: eine ganz einfache Struktur also ohne Schnickschnack. 

Beginnen wir mit dem Ritual. Jeden Sonntagabend setze ich mich für eine Viertelstunde in eine ruhige Ecke und überlege, was in der kommenden Woche alles los ist und was erledigt werden muss. Zumindest jene Dinge, die mir auf Anhieb einfallen und die nicht länger als 30 Minuten pro Aufgabe in Anspruch nehmen. 

 

Z. B. notiere ich an jenen Tagen, an denen ich eine halbe Stunde sportlich trainieren will das Wort "Training" und plane für Montag und Dienstag schon mal vor, was ich abends kochen möchte. Wenn ich mir das Training nicht notiere, passiert es mir zu 90 Prozent, dass ich darauf vergesse und es sausen lasse. Erledigungen, die ich noch schnell nach der Arbeit abhaken will, kommen ebenfalls unter den geeigneten Tag sowie fällige Telefonate oder Mails, kurze Garten- oder Haushaltstätigungen, eine wichtige Besorgung oder an einen Termin gebundene Erledigungen. Das Notieren reicht stichwortartig, also "Training", "Blumen besorgen", "Mutter anrufen", „Zucchini ernten!“ etc. Ich schreibe mir sogar auf, noch das Müsli vorzubereiten, dass ich mir am nächsten Tag ins Büro mitnehmen will! Weil auch das vergesse ich hin und wieder vor lauter anderen Dingen, die durch meinen Kopf schwirren.

 

Das Gefühl, das sich nach einigen Tagen voller Mini-Erledigungen breit macht, ist einfach genial. So vieles geschafft! Sportliche Bewegung eingebaut, gesundes Kochen geplant und dazwischen noch ganz viele lästige, kleine Aufgaben abgearbeitet. Bahn frei für Herzensanliegen, denn die lästigen kleinen Aufgaben sind alle erledigt und lassen ganz viel Raum für Neues oder Spannendes.

 

Wichtig ist: die Notizstruktur sollte an einem Platz liegen, der dir oft ins Auge fällt oder wo du dich regelmäßig aufhältst. Bei mir ist das die gemütliche Essecke, wo ich meine Mahlzeiten zu mir nehme auch meist neue Ideen aushecke. Und du solltest mehrmals täglich einen Blick darauf werfen.

 

"Der Sinn von Gewohnheiten liegt darin, ohne Kraftaufwand in ihnen verweilen zu können.

Ihre Pflege ist daher ein Schritt auf dem Weg zur Gelassenheit".

- Wilhelm Schmid -

Liebgewonnene Strukturen helfen dabei, dem Alltag ein Schnippchen zu schlagen.

Gelassen bleiben: Notizen sind keine Peitsche!

 

„Ja, aber erzeugt diese Liste denn nicht wieder Stress im Kopf und ermahnt mich ständig, meine Erledigungen nicht zu vernachlässigen?“ wirst du vielleicht fragen.

Ich sehe das sehr entspannt. Schaffe ich einen Listenpunkt mal nicht, ist das kein Beinbruch - er rückt einfach auf einen anderen Tag, wenn er nicht wirklich genau an diesem Tag erledigt werden muss. Bei mir ist das sogar sehr oft der Fall. Manchmal habe ich keine Lust aufs Training oder andere Prioritäten im Sinn. Ich streiche diese Notiz dann einfach durch und trage sie an einem anderen Wochentag wieder ein. Merke: Pläne sind dazu da, auch mal geändert zu werden oder neue Pläne zu machen :-)

 

Noch etwas: Die Wochentage müssen nicht am Sonntag schon alle mit Inhalt gefüllt sein - es macht oft auch Sinn z. B. erst am Dienstag zu notieren, was Mittwoch und Donnerstag erledigt oder gekocht oder besorgt werden soll. Denn Aufgaben ergeben sich auch im Verlauf der verrinnenden Zeit.

Bevor die neue Woche beginnt, sieh' nach, ob du alles erledigen konntest. Wenn nicht, übertrage diese Notizen bei den geeigneten Tagen in der nächsten Woche. Das Notieren soll keine Peitsche sein, sondern ein freudebringendes Instrument, mit dem du spielerisch umgehen kannst.

Das sind ca. 10-15 Minuten am Sonntagabend, die gut investiert sind, um dir die Woche zu erleichtern. Und nochmals 5-10 Minuten täglich, um über die vor dir liegenden Tage und weniger zeitintensiven To-do’s nachzudenken. Wenn du auch Kochpläne machst, rechne sonntags eher mit 30 Minuten Planungszeit.

 

Netter Nebeneffekt, wenn du das Notieren zur Gewohnheit machst: Irgendwann musst du dir so manches nicht mehr aufschreiben, weil jene Tätigkeiten, die sich wiederholen, plötzlich in "Fleisch und Blut" übergehen.

 

 

 

Einfache Struktur, 52 Bilder - ein Wochenplaner aus meinem Kreativschaffen.

Ordnung, Kreativität und Herzensdinge unter einem Hut

 

Unter "Wochenende" kannst du schon mal Vorhaben oder Aufgaben notieren, die du erst Samstag oder Sonntag erledigen willst oder kannst. Warum? Auf einmal ist die freie Zeit da, aber auf den letzten Drücker zu planen, lässt meist keine neuen Ideen entstehen. Danach fällt dir ein: "Ach, an diesen See wollten wir doch schon lange!" oder "Jetzt wäre das Wetter schön gewesen und ich wollte doch mal meine Mädels/Jungs zu einer kleinen Gartenparty einladen." 

Oder du notierst dir bewusst jene Dinge, die du am Wochenende unbedingt machen willst, weil sie dir Freude bereiten: ein Bad nehmen, ein Spaziergang im Wald, ein Fotoausflug, eine Freundin/einen Freund anrufen, einen neuen Blogartikel schreiben.

 

Die Zeitmanagement-Expertin Laura Vanderkam sagt: "Man muss seine gesamte Zeit im Blick haben, um zu sehen, wo man die guten Dinge unterbringen kann." Etwas Planung kann ein erster Schritt sein. Als Schreibfreak führe ich sogar ein Mäppchen, in das ich regelmäßig Ideen für Ausflugsziele und Wanderungen ablege. Freitags blättere ich kurz darin - und schwupps - weiß ich, wo wir am nächsten Tag hindüsen werden.

 

 

Wie du damit umgehst, wenn ein Punkt erledigt ist, ist dir überlassen. Du kannst ihn abhaken oder durchstreichen. Ich finde das Durchstreichen immer sehr befreiend. Es kann aber auch motivierend sein, nur abzuhaken und am Ende eines Jahres zu sehen, was du alles geschafft hast!

 

Die Belohnung dafür: Da du jetzt organisierter und kopfbefreiter durchs Leben gehst, bleibt dir mehr Zeit und Energie für Herzensdinge oder an Ideen zu feilen. Die lästigen Stimmen im Kopf sind weg und viele der Mini-Tätigkeiten die schnell erledigt werden könnten, die sich aber summieren, gleich mit. Ganz nebenbei nutzt du deine wertvolle Lebenszeit gleich dreifach sinnvoll: für Ordnung, Kreativität und Herzensdinge. Der mentale Ballast ist weg und macht Platz für Neues oder Spannendes, auf das du dich nun mehr konzentrieren kannst. Yeah! 

 


Vergiss die tägliche Improvisation, etabliere stattdessen gute Gewohnheiten.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, gleich loszulegen: mit Klick auf den unten stehenden Button kommst du auf eine Seite, wo du meinen Gratis-Wochenplaner anfordern kannst: 52 A4-Seiten mit schönen Bildern zum Selbstausdrucken - mit der hier erwähnten Struktur und einer Handlungsanleitung.

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